„Warum ist Rotwein rot ?“

Produkt bewerten:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,75 von 5)
Loading...

in Tipps, Weinwissen

Der Saft von Rotweintrauben hat die gleiche helle Färbung wie der von Weißweintrauben. Verantwortlich für die dunkelrote Färbung ist eine Gruppe eng verwandter Verbindungen, die so genannten Anthocyane, in der Schale der Trauben. Anthocyane kommen bei den meisten höheren Pflanzenarten vor und sind bei vielen blauschwarzen, blauen, roten oder violetten Früchten und Blüten mit im Spiel. Anthocyane gehören zu den Flavonfarbstoffen, eine Gruppe sekundärer Pflanzenwirkstoffe stellen, denen gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden. Sie wirken antioxidativ und sind einer der Gründe dafür, dass mäßiger Rotweingenuss der Gesundheit zuträglich gilt.

Bei Herstellung von Rotwein achten die Winzer darauf die richtige Menge an Anthocyanen und Gerbstoffen aus den Traubenschalen in ihren Wein zu bringen. Zu diesem Zweck wird zum Beispiel die Maische (das Muss aus zerdrückten Trauben) zusammen mit Schalen und Kernen direkt vergoren, und die Trennung der Feststoffe vom Wein erst nach der Gärung vorgenommen. Zusätzlich wird die Maische erhitzt, zumeist auf Temperaturen zwischen 60 und 87 Grad, um auf diesen den Gehalt an Anthocyanen und Gerbstoffen im Most zu erhöhen.

Die Produktion von Anthocyanen und die damit einhergedende Tiefe der Färbung ist sehr von der Sonneneinstrahlung während der der Reifezeit abhängig. Rotweine aus deutschen Anbaugebieten sin daher in der Regel heller als südländische Rotweine. Deutsche Rotweinwinzer lichten daher bereits während der Sommermonate die Dichte ihres Traubenbehangs und erhöhen so die Inensität der Sonneneinstrahlung. Das Ergebnis ist dann eine etwas geringere aber dafür farbkräftigere Ernte.

{ 0 Kommentare… füge jetzt einen hinzu }

Kommentar hinterlassen

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: