Schwarzriesling
Herkunft
Die Rebsorte Schwarzriesling ist eine eigenständige Sorte, die bislang als eine Abart des Blauen Spätburgunders betrachtet wurde. Es ist aber nach neuerer Auffassung auch durchaus möglich, dass es sich genau andersherum verhält und der Schwarzriesling die Sorte ist, aus der sich dieanderen Burgunder entwickelt haben. Die Sorte ist jedenfalls seit vier Jahrhunderten im Burgund existent.
Anbaufläche und Bedeutung
Die Bedeutung der Sorte weltweit ist eher gering. In der Champagne in Frankreich aber ist sie existenziell, denn aus ihr wird auf ca. 10.000 Hektar der Grundwein für den weltberühmten Champagner gewonnen. In Deutschland wird die Sorte auf etwa 2500 Hektar angebaut.
Sortenbeschreibung und Eigenschaften
Die Trauben sind mittelgroß, schwarz-dunkelblau, sehr saftig und sie reifen spät. Da die Rebsorte spät austreibt, kann Frost ihr nicht viel anhaben und sie bringt zuverlässig gute Erträge. Ihr Wuchs ist zwar ein wenig sperrig, dafür ist si abder nicht sehr anfällig für Krankheiten. Sie braucht in mittlerer Lage, der gern auch kalkhaltig sein darf.
Wein
Als frischer Weißherbst im Glas ist Schwarzriesling ein hervorragender Sommerwein, der den Durst löscht, ohne allzu schnell den Kopf zu vernebeln. Tiefe darf man von ihm nicht erwarten. In einer Bowle verträgt er sich gut mit Sekt. Schwarzriesling ist sehr gut lagerfähig.
Tipps für Konsumenten
Sekt aus Schwarzriesling ist als Aperitif ein guter Auftakt für ein Menü; als Weißherbst darf er gern die Vorspeise begleiten. Einzeln getrunken passt er als Weißherbst zu allen leichten Sommergerichten wie etwa einem Salat oder Pasta.
Synonyme
Müllerrebe, Pinot meunier










