Merlot

Herkunft

Die Herkunft der Rebsorte sowie ihre mögliche Kreuzung ist unbekannt. Die Sorte wird aber als französische Rebe gehandelt, da sie seit Jahrhunderten in Frankreich angebaut wird. Der Name soll von franz. “merle” für Amsel stammen.

Anbaufläche und Bedeutung

In Deutschland wird Merlot nur auf gut 300 Hektar in der Pfalz und in Franken angebaut. Weltweit dagegen nimmt die Sorte riesige Flächen in Anspruch. In Frankreich zum Beispiel wird sie auf etwa 60.000 Hektar überwiegend in Bordeaux angebaut; in Italien nimmt sie rund 40.000 Hektar ein. Auch in Rumänien, Bulgarien, in Ungarn sowie im schweizerischen Tessin wird die Sorte angebaut. Merlot ist vor allem auch in den Anbauländern der „Neuen Welt“ Vertreten. Allein in den USA nimmt sie rund 25.000 Hektar Anbaufläche ein; Neuseeland und Australien, Chile und Südafrika pflanzen sie mit steigender Tendenz.

Sortenbeschreibung und Eigenschaften

Die Merlottrauben werden mittelgroß, sind sehr fleischig und haben nur eine dünne Schale. Obwohl die Sorte früh austreibt und deshalb für späte Fröste anfällig ist, reifen die Trauben eher spät. Für einen guten Ertrag braucht der Merlot tiefe Böden, die ausreichend bewässert werden.

Wein

Merlot sollte nicht jung getrunken werden, sondern braucht eine Lagerzeit von mindestens drei Jahren. Dann entfaltet er bei einem guten Körper und milder Säure seine fruchtigen Beerentöne, die vor allem an Johannisbeeren erinnern.

Tipps für Konsumenten

Merlot passt hervorragend zu Rind und Wild, am besten, wenn noch eine geschmacksintensive Soße dazugereicht wird. Er ist aber auch ein hervorragender Begleiter zu einer kalten Mahlzeit mit kräftigen Wurstwaren und Käse.

Synonyme

Alicante noir, Bigney, Crabutet noir, Higney, Merlaut, Picard, Plan medre, Plant du Médoc, Saint-Macaire, Sémillon rouge, Vini ticinesi, Vitraille.