Marzemino

Herkunft
Die Herkunft der Rebsorte Marzemino ist bislang ungeklärt. Wahrscheinlich stammt sie aus Italien, wo sie bereits seit dem 15. Jahrhundert im Trentino in Norditalien nachgewiesen werden kann. Es hält sich zwar hartnäckig das Gerücht, die Rebe stamme aus einem Dorf in Kärnten, das den Namen Marzemino trägt, aber dort ist ein solcher Ort nicht bekannt. Mozart hat den Wein dieser Sorte unsterblich gemacht, indem in seiner Oper “Don Giovanni” den Ausruf “Versa il vino! Eccellente Marzemino!” erschallen lässt.

Anbaufläche und Bedeutung
Marzemino wird heute nur noch in Italien und ort auch nur noch auf kleinen Flächen angebaut. Sie befinden sich im Trentino, in Venetien, der Lombardei und der Emilia-Romagna. Die Zeiten, als Marzemino auch in der Toskana gepflanzt und dem Chianti beigemischt wurde, sind vorüber.

Sortenbeschreibung und Eigenschaften
Die Traube ist recht groß und dicht mit Beeren besetzt. Sie haben eine violette Farbe, eine harte Schale und sind sehr saftig. Da sie etwa 35 Tage nach dem Gutedel reifen, gelten sie international als spät reifend. Die Sorte ist anfällig für Echten und Falschen Mehltau.

Wein
Marzemino ist ein besonderer Wein, denn er hat eine leicht bittere Note. Seine Farbe ist kann von Granatrot bis Dunkelrot reichen und er weist in der Kopfnote Aromen von Pflaumen und Kirschen auf.
Tipps für Konsumenten
Zum Marzemino passen herzhafte, kräftige Speisen, wie man sie aus der Küche Südtirols und der Dolomiten kennt. Dazu zählen Gerichte mit Speck sowie Polenta.

Synonyme
Balsamina Nera, Barzemin, Bassamino, Berzemino Calopico, Bossamino, Magnacan, Marsemina, Marzamino, Marzemin, Marzemino d’Isera, Marzemino gentile, Marzemino Padovano, Merzemina, Uva Tedesco