Barbera

Herkunft
Angeblich haben die Langobarden die Rebsorte Barbera im 7. Jahrhundert nach Norditalien gebracht. Ob das stimmt, wird wohl auf immer im Nebel der Geschichte verborgen bleiben. Gewiss ist aber, dass die Sorte bereits im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt wird – es existiert ein Pachtvertrag über die Abgabe eines Stück Landes, auf dem die “vitibus barbexinis “ kultiviert wurde. Bis heute gilt deshalb die Region um Montferrat in Piemont als Heimat der Rebsorte Barbera.

Anbaufläche und Bedeutung
Im Piemont ist die Rebsorte Barbera die bei Weitem am häufigsten angebaute Sorte. Sie nimmt dort deutlich über die Hälfte der Anbauflächen ein. Die Sorte ist auch in vielen anderen Regionen Italiens präsent, dort wird ihr Wein jedoch in aller Regel verschnitten. Italienische Auswanderer nahmen die Rebsorte in die Neue Welt mit, wo sie heute sehr erfolgreich in Kalifornien und in Argentinien angebaut wird.

Sortenbeschreibung und Eigenschaften
Die Beeren der Barbera reifen etwa drei Wochen nach denen des Gutedels. Im internationalen Maßstab bedeutet das, dass ihre Reifezeit noch als „mittelfrüh“ bezeichnet werden kann. Die Sorte ist anspruchslos, sie kommt auch mit ungünstigen Lagen zurecht und liefert dann immer noch gute Erträge. Barbera gilt zudem als sehr robuste Sorte, der nur wenige Schädlinge und Krankheiten etwas anhaben können.

Wein
Wein aus der Barbera ist kraftvoll, besticht mit seiner rubinroten Farbe und hat wenig Tannin, aber viel Alkohol „im Blut“. Charakteristisch sind Aromen von Pflaumen. Wenn der Wein als „frizzante“ ausgebaut wird, ist er deutlich leichter, sprudelt ein wenig und kann so auch im Sommer gut getrunken werden.

Tipps für Konsumenten
Der Ruf der Barbera hat im Zusammenhang mit den Panschereien während der Weinskandale der späten achtziger Jahre stark gelitten. Diese Zeiten sind vorbei, Barbera wird wieder sorgfältig und zum Teil sehr edel ausgebaut. Der Rotwein passt gut zu kräftigen Fleischgerichten und zu einem herzhaften Käseteller.

Synonyme
Barberone, Gaieto, Lombardesca, Sciaa