Valencia

Das Weinbaugebiet Valencia ist nicht nur die zweitgrößte Weinregion Spaniens, sondern insgesamt eine riesige, höchst fruchtbare Agrarregion, die zu den landwirtschaftlichen Spitzenregionen Europas zählt. Von hier kommen auch Reis, Zitrusfrüchte, Mandeln, Oliven und exotische Gemüsesorten. Lange Wege für den Export gibt es kaum – die Waren werden frisch und schnell von Valencias Hafen aus zu ihren Bestimmungsländern verschifft. Das gilt auch für den Wein, der in Valencia sowohl als Weißwein und Rotwein als auch als Likörwein produziert wird. Insgesamt kommen aus dieser Region im Jahr sage und schreibe durchschnittlich 250 Millionen Liter Wein auf den Markt. Das sind rund sieben Prozent der Menge, die in ganz Spanien jährlich an Wein produziert werden.

Valencia ist als Weinbauregion in drei Untergebiete eingeteilt, in denen jeweils unterschiedliche Rebsorten Priorität haben. Den wichtigsten Rebsorten aber muss eine Eigenschaft gemein sein: Sie müssen widerstandsfähig gegen Hitze und Trockenheit sein. Darauf ist vor allem die Bobal spezialisiert, aus der ebenso kräftige wie frische Rotweine gekeltert werden. Sie haben nur einen relativ niedrigen Alkoholgehalt und sollten jung konsumiert werden. Dann sind sie ebenso gute Durstlöscher wie die Roséweine aus der gleichen Rebsorte, für die sich das Gebiet Valencia inzwischen spanienweit bereits einen sehr guten Ruf erarbeitet hat. Auch die Monastrell ist eine rote Rebsorte, die gut mit den beinahe wüstenartigen Bedingungen in Valencia zurechtkommt. Sie liefert zwar nur geringe Erträge, doch eignet sie sich besonders gut für den Ausbau im Holzfass; was im Spanischen “Crianza” genannt wird. Weitere wichtige zugelassene Rotweinreben sind Garnacha tinta und Tempranillo. Für die Weißweine der Region sind unter anderen Tortosi, Macabeo und Malvasia zugelassen; die Likörweine werden aus der Pedro Ximénez und der Moscatel produziert.