Conca de Barbera

Die Weinbauregion Conca de Barbera ist eine vergleichsweise unbekannte Region, die in einigen Weinführern als Unterregion des Gebiets Katalonien geführt wird. Conca de Barbera liegt im Nordosten Spanien Nahe der Mittelmeerküste bei Tarragona. Es hat so berühmte Nachbarn wie das Priorat und Penedes. Mit fast 6000 Hektar Rebfläche ist das Gebiet wahrlich nicht klein, dennoch produziert es im Durchschnitt pro Jahr nur 30.000 Liter Wein. Des Rätsels Lösung für diesen geringen Output ist in der Tatsache zu suchen, dass die hervorragenden Trauben aus Conca de Barbera ins Penedes verkauft und dann dort zu sehr guten Weinen und zu bemerkenswertem Cava gekeltert werden.

Dennoch, es gibt ihn durchaus, den Wein, der direkt aus der Conca de Barbera kommt. Rund 20 Weingüter sind in der Region aktiv und einige davon konzentrieren sich ganz auf die Spezialität dieser Gegend. Sie besteht aus dem Ausbau von Jungweinen, deren Genuss in Spanien immer mehr in Mode kommt. Dafür werden die Trauben rund einen Monat vor der Hauptlese geerntet. Anschließend füllt man sie ebenso schnell ab und verkauft sie dann bereits zum Beginn des darauf folgenden Frühjahrs. Es versteht sich von selbst, dass diese spritzigen, frischen Tropfen dann auch sofort getrunken werden wollen. Die Rebsorten, die für diese Spezialität gepflanzt wurden, sind die Macabeo und die Parellada. Daneben ist die Conca de Barbera aber auch noch mit Chardonnay und Sauvignon Blanc bestockt.

Für die Rotweinproduktion werden ebenfalls diverse Rebsorten kultiviert. An internationalen Sorten kann die Conca de Barbera mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot noir und Syrah aufwarten. Typisch spanisch dagegen sind die Tempranillo, die hier Ull de Llebre genannt wird sowie die Garnatxa. Als echte Spezialität der Region kommt noch die Trepat hinzu. Die Trauben dieser Weine werden aber wie gesagt in aller Regel nicht in der Conca de Barbera gekeltert.