Italien
Kennst Du das Land, wo die Rebstöcke blüh’n?
Italien ist eines der reichsten Länder der Welt. Vielleicht gilt das nicht für das Bruttosozialprodukt, ganz bestimmt aber gilt es für die Vielfalt der Rebsorten, die dort wachsen und gedeihen. Über 350 verschiedene Arten sollen es sein, so kann man auf der Webseite der I.C.E., dem italienischen Institut für Außenhandel, nachlesen. In dem lang gestreckten, schmalen Stiefelland treffen diese Reben dann auf verschiedene Klimazonen und von Südtirol im Norden bis hinunter nach Sizilien auf jede Menge unterschiedlicher Böden. Es würde Jahre dauern, um sich auch nur annähernd durch die vielen Geschmacksrichtungen, die sich aus der Kombination all dieser Komponenten ergeben, hindurchtrinken zu können.
Vielfalt und Qualität
Doch nicht nur die Vielfalt macht Italien und seine Weine so spannend. Auch die Tatsache, dass die Winzer sich in großem Stil von der billigen Massenproduktion abgewandt haben, nötigt Weinfreunden in aller Welt mehr als Respekt ab. Zwar gibt es sie noch, die mit Bast umwickelten Literflaschen mit minderwertigem Lambrusco oder Chianti. Doch das ist längst nicht mehr das Erste, woran man beim Begriff “Wein aus Italien” denkt. Statt dessen tauchen vielleicht die sanften Hügel der Toskana vor dem geistigen Auge auf und die sensationellen Rotweine, die diese Region hervorbringt. Individualität und Qualität sind die Attribute, die heute beim modernen Weinkonsumenten zählen, und diese Ansprüche werden in der Toskana mehr als erfüllt. Ob ein Chianti Classico oder ein Vino Nobile, ob ein Vin Santo, ein Vernaccia oder gar ein Brunello – in der Traumlandschaft der Toskana werden auch Weinträume wahr.
Platz für Nachzügler
Doch Halt, Stopp! Italienischer Wein kommt natürlich nicht nur aus der Toskana; sie sollte lediglich als Beispiel dienen. Von Nord bis Süd, von Ost bis West kann man in diesem bemerkenswerten Weinland ebensolche Entdeckungen machen. Das gilt auch und ganz besonders für jene Regionen, die noch Nachholbedarf haben. Heute wollen beispielsweise auch Apulien, Kalabrien und die Basilikata ihren Platz auf der Weinkarte Italiens festigen und tun das bereits mit erstaunlichem Erfolg.









































































































































































































































































































































































































































































































































































































