Savoyen
Obwohl Savoyen heute im französischen Weinbau keine herausragende Rolle spielt, kann die kleine Region am Rande der Alpen auf eine lange Tradition im Weinbau zurückblicken. Bereits unter den Römer, die das Gebiet vor rund 2000 Jahren eroberten, wurde Wein in Savoyen kultiviert. Das geht nicht nur aus archäologischen Funden hervor, sondern ist auch durch den Geschichtsschreiber Plinius sowie den reichen Feinschmecker Lucullus belegt. Heute sind die Weine aus der Region zwischen der Rhone und dem Genfer See dem breiten internationalen Publikum eher unbekannt.
Das liegt zu einen daran, dass hier nur rund 2500 Hektar an Rebfläche zur Verfügung stehen. Die Erträge daraus bleiben fast alle im Lande und werden vor Ort konsumiert. Zum anderen liegt der eher niedrige Popularitätsgrad daran, dass Savoyen lange eher gesichtslose Weine produziert hat. Das hat sich inzwischen allerdings stark geändert. Inzwischen sind die Tropfen teilweise schon wieder so edel und heraustagend, dass man sie auf den Weinkarten besternter Restaurants findet. Dort treffen sie zwar auf ein erfahrenes und verwöhntes Publikum, aber es fällt eben zahlenmäßig nicht sehr ins Gewicht.
Die Gesetzgeber in Savoyen tun das Ihre, um die große Qualität der Weine aus der Region zu fördern und zu garantieren. Deshalb sind zum Beispiel nur sehr wenige Rebsorten überhaupt zum Anbau zugelassen. Rotweine etwa dürfen nur aus den Rebsorten Pinot Noir, Gamay und Mondeuse gekeltert werden. Darüber hinaus sind lediglich eine Handvoll Sorten zugelassen, die es ausschließlich in Savoyen gibt. Für die Herstellung von Weißweinen sind nur die Sorten Chardonnay, Roussette, Alligoté und Chasselas erlaubt sowie auch hier einige auf die Region beschränkte Spezialitäten.









