Champagne
Alles an der Weinbauregion Champagne ist mehr oder weniger einmalig. Per Gesetz ist das Weinanbaugebiet auf etwa 34.000 Hektar Rebfläche limitiert, von denen rund 30.000 Hektar tatsächlich auch ertragsfähig sind. Das Gesetz stammt aus dem Jahr 1927 und bestimmt bis auf den heutigen Tag, dass nur Schaumweine (pardon!) aus diesem Gebiet auch tatsächlich den Namen „Champagner“ führen dürfen. Unverwechselbar ist auch das Terroir, auf dem die Champagnerreben gedeihen. Dieser Boden spielt eine maßgebliche Rolle, wenn von der Qualität der edlen Tropfen die Rede ist. Im übrigen ist Champagner ein Beweis dafür, dass das Exquisite oft im Einfachen liegt. Denn Champagner wird fast ausschließlich aus den Trauben dreier Rebsorten gekeltert. Zwei von ihnen sind interessanterweise Rebsorten, die Rotweinfreunden gut bekannt sein dürften. Es handelt sich dabei um Spätburgunder oder Pinot Noir und um Pinot Meunier. Die Dritte im Bunde ist die weiße Rebsorte Chardonnay.
Jedes große Champagnerhaus hat ein anderes Rezept, wie sie dieses Trio zueinander ins Verhältnis setzt und sich mit der eigenen Mischung von der der Mitbewerber absetzt. So kann der Charakter des Champagners beeinflusst werden, die alles entscheidende Qualität aber hängt natürlich vor allem von den Lagen ab.
Insgesamt unterteilt sich das Weinbaugebiet der Champagne in viele Unterregionen, doch im Grunde reicht es, die vier Hauptanbaugebiete zu kennen. Dabei handelt es sich um die Gegend rund um die Departementshauptstadt Reims, die als „Montagne de Reims,” bezeichnet wird, um das Marnetal, das “Vallée de la Marne” sowie um die Regionen “Côte des Blancs” und “Côte des Bar”.
Für 2015 ist etwas geplant, das alle Champagnerfreunde dieser Welt dazu veranlassen dürfte, sofort die Korken knallen zu lassen. Dann soll das eng begrenzte Gebiet, auf dem Reben für den Champagner gepflanzt werden dürfen, um diverse Gemeinden erweitert werden. Die Lese für den ersten Jahrgang dieser neuen Champagner ist für 2017 geplant.









