Bordeaux

Bordeaux als Weinbaugebiet für Rotwein

Das französische Weinbaugebiet Bordeaux ist eines der berühmtesten Weinbaugebiete der Welt und erzeugt jährlich große Mengen des begehrten Rotweins. Das Weinbaugebiet Bordeaux, auf französisch Bordelais genannt, umfasst ungefähr 4000 Weingüter und ist mit über 100.000 Hektar Rebfläche das größte zusammenhängende Anbaugebiet für Qualitätswein. Zwischen den einzelnen Weingütern gibt es eine klar geregelte Hierarchie was die Qualität der Weinerzeugnisse anbelangt. Typisch für Bordeaux sind die trockenen, langlebigen Rotweine und edelsüße Weißweine.

Lage und Klima

Das Weinbaugebiet Bordeaux befindet sich im Südwesten Frankreichs im Departement Gironde. Hier münden die beiden Flüsse Garonne und Dordogne. Das gesamte Gebiet ist leicht hügelig und wird klimatisch von den beiden Flüssen und dem Atlantik geprägt. Hierdurch herrscht das gesamte Jahr über ein eher mildes, ausgeglichenes Klima, was den Rotweinen zugute kommt. Die Größe der Anbaufläche bedingt allerdings auch, dass von Region zu Region kleine Unterschiede vorhanden sein können wie eine unterschiedliche Bodenbeschaffenheit oder mehr Niederschlag. Das wiederum kann Auswirkungen auf die Weinerzeugnisse haben. Der Boden ist aus Kalkgestein und mit unterschiedlichen Schichten von Sand und Kies bedeckt.

Große Temperaturschwankungen sind in Bordeaux allerdings nicht zu erwarten, so sind die Winter meistens recht mild und frostfrei. Im Frühjahr fällt etwas mehr Niederschlag und die Sommermonate sind warm und sonnig. Das Klima im jeweiligen Jahr ist maßgeblich für die Qualität der einzelnen Jahrgänge.

Typische Rebsorten

In Bordeaux werden zu über 80 % rote Rebsorten angebaut. Dabei besteht der typische Bordeaux-Wein aus einer Cuvée und wird somit aus mehreren Rebsorten hergestellt. Meistens werden hier die Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc verwendet. Das Mischen der Rebsorten dient dazu auch über Jahre hinweg eine gleich bleibende Qualität zu erzeugen und soll den Wein noch schmackhafter machen. Üblicherweise werden die einzelnen Rebsorten auf dem Etikett nicht vermerkt. Der Bordeaux-Wein verdankt seinen guten Ruf aber nicht zuletzt den qualitativ hochwertigen Rebsorten, die verwendet werden.
Neben den Rotweinrebsorten werden auch noch weiße Rebsorten angebaut. Eine wichtige Rolle spielt hier der Sémillon.
Die Qualität der Rotweine kann von Jahr zu Jahr starken Schwankungen unterliegen. Vor allem verregnete Sommer- und Herbstmonate schwächen die Ernte und trüben den Geschmack. Hier muss also auf einen guten Jahrgang geachtet werden.