Baden
Baden – Das heißt Kultur in Küche und Keller
Wenn von Baden die Rede ist, dann läuft dem Feinschmecker das Wasser im Munde zusammen. Deutschlands südlichstes Weinanbaugebiet hat einiges zu bieten, sowohl landschaftlich und kulturell als auch an leiblichen Genüssen. Die badische Küche ist berühmt für ihre Spezialitäten und – was Wunder! – alle ihre Gaumengenüsse passen hervorragend zu dem Wein, der in Baden produziert wird. Auf diese Weine, die im Dreieck zwischen dem Schwatzwald im Osten, dem Elsass im Westen und dem Bodensee im Süden gedeihen, sind die Badenser zurecht stolz. Ihr Weinanbaugebiet ist nämlich das einzige in Deutschland, das sich weinrechtlich zur EU-Weinbauzone B zählen darf. Dort befindet sich Baden dann in prominenter Nachbarschaft zum Beispiel zur Champagne, zum Elsass, zur Loire, zu Savoyen um zum Jura.
Weine aus der EU-Weinbauzone B müssen ein höheres natürliches Mindestmostgewicht aufweisen als Weine aus Regionen, die sich nicht mit dieser Einstufung schmücken können. Es war eine freiwillige Entscheidung der badischen Winzer, diesen Schritt zu tun und sicher haben sie ihn nicht bereut. Dank des zuverlässig guten Klimas, das in Deutschlands südlichster Weinregion herrscht, sind die Mindestmostgewichte relativ leicht zu erreichen und der Vorteil für die Vermarktung der Weine liegt auf der Hand.
Baden ist mit knapp 16.000 Hektar Rebfläche ein sehr großes Weinbaugebiet und aufgrund dieser Größe auch ein sehr diversifiziertes Gebiet. Hier gibt es viele unterschiedliche Böden und Lagen und entsprechend kommt auch eine große Vielfalt an Weinen zustande. Einige Rebsorten wachsen hier auf lehmhaltigen Böden, andere auf Vulkangestein. Es gibt Böden mit Kreide und Löß und andere mit Kies und Muschelkalk. Sie alle beeinflussen das spätere Aroma des Weines und sorgen dafür, dass Baden immer wieder für Überraschungen gut ist. Vom Klima her finden die Reben am Kaiserstuhl die besten Bedingungen. Hier liegt die wärmste Region Deutschlands und hier fühlen sich vor allem die Mitglieder der Burgunderfamilie wohl. Ob Grauburgunder, Weißburgunder oder Spätburgunder – die Weine vom Kaiserstuhl schneiden nicht nur national, sondern auch im internationalen Vergleich hervorragend ab.


































