Deutschland
Deutschland – Wo Rotweine ein Geheimtipp sind
Obwohl Deutschland eines der großen weinproduzierenden Länder der Welt ist, haben die Deutschen selbst keinen Ruf als Weintrinker. Ihnen eilt eher die Reputation voraus, gern ein, zwei oder auch drei Bierchen zu trinken und ihren Wein stattdessen zu exportieren. Wie bei allen Pauschalierungen ist an diesem Urteil ebenso viel Wahres wie Falsches. Wahr ist, dass die Erfindung des Biers dem Weinbau in Deutschland beinah den Garaus gemacht hätte. Ohne eine Menge tatkräftiger Mönche, die treu und brav weiter in ihren Klöstern Rebensäfte kelterten, hätte der Wein vielleicht in Deutschland auf verlorenem Posten gestanden. Nicht nur dank ihnen, aber doch mit großer Unterstützung der Kirchenmänner überlebte er jedoch und konnte ab dem 18., Jahrhundert sogar wieder einen großen Aufschwung verbuchen. Das war eine der Voraussetzungen für den heutigen internatonalen Erfolg der deutschen Weine.
Bei Rotweinen regiert Klasse statt Masse
Es ist kein Geheimnis, dass Deutschland vor allem für seine Weißweine berühmt ist. Ein Wunder ist das ebenfalls nicht: Die Böden und auch die klimatischen Voraussetzungen in den deutschen Weinbauregionen sind einfach so, dass sie den Anbau von Weißweinreben begünstigen. Rund 80 Prozent der Weine, die in Deutschland produziert werden, sind Weißweine. Mit den verbleibenden 20 Prozent, die fast ausschließlich auf Rotweine entfallen, lässt sich zwar keine Masse erreichen, wohl aber Klasse.
Spätburgunder machen das Rennen
Die besten Rotweine, die Deutschland zu bieten hat, kommen aus zwei Regionen, von der Ahr und aus dem südlichsten Anbaugebiet, aus Baden. Von der Reputation her kommen die Rotweine der Ahr einen Hauch besser weg als ihre badischen Konkurrenten. Doch wer einmal im Rotweineldorado Ahr gewesen ist, der weiß, wie mühsam die Weinwirtschaft dort wegen der zahlreichen Steillagen ist. Rotwein von der Ahr wird deshalb immer nur in vergleichsweise kleinen Mengen zur Verfügung stehen. Die am häufigsten angebaute Sorte ist übrigens der Spätburgunder, gefolgt vom Blauen Portugieser und Trollinger.







































































































































